Der „Wilde Westen“ in Radebeul lockte wieder zahlreiche Gäste aus Nah und Fern an

Das hätte Karl May sicherlich gefallen: nicht einmal 5 km von seinem Wohnhaus in Radebeul entfernt feierten knapp 30 000 Besucher trotz Temperaturen um die 30°C zusammen mit Künstlern aus Nordamerika, aus dem Orient und vom Balkan friedlich und fröhlich bei den 26. Karl-May-Festspielen.

Der Lößnitzgrund verwandelte sich einmal in eine Kulisse, wie man sie aus den Geschichten und Erzählungen Karl Mays kennt. Kulturvereine und Hobbyisten bauten Südstaatencamps oder Camps deutscher Aussiedler wie im Amerika des 19. Jahrhunderts nach. Das Fort Henry mit seinem Sheriff Office, den Trapperhütten oder dem Saloon vermittelte echtes Wild-West-Lebensgefühl.
In der kleinen Westernstadt „Little Tombstone“ sorgten Fotograf, Barbier, die Klein-Ganoven Eddi und Locci für jede Menge Trubel. Elegant gekleidete Damen und Herren flanierten in historischen Kostümen entlang der Festmeile.

In einer kleinen Waldlichtung gaben Häuptlinge und Tänzer der Oneida Indian Nation Einblicke in die indianische Kultur und feierten ein Pow Wow (traditionelles Fest der Indianer). Ed E. Bryant vom Stamme der Tsimshian (Kanada) zeigte Tänze und Rituale seines Stammes und Logan Staats, indianischer Musiker der Mohawk-Indianer, verzauberte mit rockigen und souligen Melodien das Publikum.

Logan Staats

Auf dem Geschichtenbasar erzählten Gäste vom Balkan und aus dem Orient Geschichten ihrer Heimatländer und präsentierten traditionelle Tänze.

Der Abenteurer Andreas Kieling, bekannt für seine faszinierenden Dokumentationen über die Wildnis, war als einer der Schirmherren des Fests vor Ort und kam nicht nur während einer Autogrammstunde mit den Besuchern ins Gespräch.

Auf der Show-Bühne in „Little Tomstone“ gab es ein abwechslungsreiches Musikprogramm für alle Fans der Country- und Westernmusik. Neben den kanadischen Internetstars „The Dead South“ traten mehrmals „The Fabulous Texadillos“ (D) sowie Meg Pfeiffer (D), die den italienischen Ausnahmegitarristen Luca Stricagnoli als ihren Special Guest begrüßte, auf.
Die Landesbühnen Sachsen machten auf die „Winnetou“-Vorstellungen auf der Felsenbühne Rathen neugierig und zeigten Ausschnitte des Programms.

Weitere Veranstaltungshöhepunkte waren die „Freiberger Country Nacht“ am Freitag, die Filmnacht am Samstag sowie die traditionelle Sternreiterparade am Sonntag.

Optischer Höhepunkt des Festes war ein 7 Meter hoher Totempfahl, den Ed E. Bryant in den Tagen zuvor aus einem Baumstamm gestaltete. Neben dem Bären und dem Adler als heilige Tiere der Indianer zeigte der Totempfahl das Abbild Karl Mays sowie symbolisch Mutter Erde. Dieser Totempfahl wird nach diesem Fest seinen ständigen Platz im Karl-May-Museum finden.

Im Einklang mit der Natur zu leben ist für indianische Völker eine Selbstverständlichkeit. Auch die Veranstalter der Karl-May-Festtage wurden von der Natur in diesem Jahr vor eine besondere Herausforderung gestellt. Am „Hohen Stein“, sonst Veranstaltungsort für die Präsentationen der Oneida Indian Nation sowie des Kinderspielplatzes, brütete ein Falken-Paar und zwang die Organisatoren, sich nach Ausweichstandorten umzusehen. Mit den Waldlichtungen „Kleine Feder“ sowie „Kleiner Stein“ wurden atmosphärisch-stimmige Ersatzorte gefunden.

Ganz im Sinne Karl Mays, der sich in seinen Geschichten und Erzählungen für Völkerverständigung und eine pazifistische Weltfriedensmission einsetzte, wurden die diesjährigen Karl-Max-Festtage wieder zu einem Austausch verschiedener Kulturen und zeigten eine Welt voller Fantasie, Sehnsucht nach Frieden und Abenteuerlust.

Copyright für alle Fotos: Thori, 2017
außer Titelbild: (C) Amt für Kultur und Tourismus Radebeul

„Was Sie sehen, ist ziemlich doof“ – Zehntausende Besucher erleben ein ziemlich lustiges Wochenende in Radebeul

Zehntausende Besucher waren wieder beim 25. Herbst- und Weinfest in Radebeul-Altkötzschenbroda zwischen Dorfanger und Streuobstwiesen unterwegs. Zeitgleich fand auch das XXI. Internationale Wandertheaterfestival statt.

„Was Sie sehen, ist ziemlich doof, “, sagte der US-Komödiant Jeff Hess in gebrochenem Deutsch, „aber es geht more doofer!“. Und damit gab er unter dem Gelächter der vielen anwesenden Zuschauer in seinem halbstündigen Programm „Durchgeknalltes für Fortgeschrittene“ gleich einmal die Richtung vor, die eigentlich für das gesamte Wochenende gültig war.

Weinfest Radebeul

Thomas Putensen sorgte auf dem Kirchplatz für Stimmung bei Groß und Klein

20 Ensembles und Solokünstler und insgesamt 500 Mitwirkende wirkten an dem dreitägigen Festprogramm mit. Auf 12 Spielstätten wurden 58 Aufführungen gezeigt. Getreu dem diesjährigen Motto „Narren, Gaukler, Komödianten“ erlebten die Zuschauer witzige, skurrile, überraschende, vor allem aber äußerst unterhaltsame Programme für jeden Geschmack. Hinzu kamen 25 Bands aus aller Welt, die musikalisch für entsprechende Stimmung sorgten.

Gut beraten war, wer sich vorab über das Programm informierte und sich seine persönlichen Programm-Höhepunkte zusammenstellte. Denn Alles und Jeden zu erleben, ist beinahe unmöglich. Mehrere Bühnen wurden gleichzeitig bespielt, Straßenmusiker flanierten über den Anger, Attraktionen aus der Kirmes-Frühzeit sorgten für spontanes Mitmachen. Geboten wurde Comedy, Kabarett, Clownerie, Improvisationstheater – eben das ganze Spektrum an Narretei und Gaukelei.

Weinfest Radebeul

Die Microband aus Italien spielte „Classica for Dummies“

So präsentierte u.a. der Schweizer Georg Traber sein muskelkraftbetriebenes Theaterkarussell, auf dem die Gäste Platz nehmen und das Festtreiben aus einer ganz besonderen Sichtweise verfolgen konnten.

Unheimliches verkündeten die Macher von „De stijle Want“ (Niederlande) mit ihrem Lunapark: „Die Überlebenswahrscheinlichkeit beträgt 49, äh 94%!“. Mit 2:23 Minuten Spieldauer hatten sie nicht nur die kürzeste Aufführung, sondern den teilnehmenden Besuchern auch ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert – angeblich nur, weil sie dieses Mordsgaudi überlebt hatten…

Weinfest Radebeul

Die nette Frau vom Lobbüro

Wer wollte, konnte sich schräg gegenüber vom Lunapark belobigen lassen. Im Lobbüro gab es ein ständiges Kommen und Gehen.

Richard von Gigantikow errichtete auf den nahegelegen Elbwiesen aus Holzpaletten einen 1200 m² großen Skulpturengarten, das „LABYmania“. Hier fand auch das Finale Grande statt. Traditionell geht das „LABYmania“ zum Abschluß des Festivals in Flammen auf.

Weinfest Radebeul

Auch die „Landesbühnen Sachsen“ mischten sich unters belustigte Volk und zeigten an mehreren Spielorten Ausschnitte ihres Repertoires.

An die jüngsten Besucher wurde ebenfalls gedacht, für sie gab es auf den Streuobstwiesen in Elbnähe eine Kinderkirmes mit kindgerechter Unterhaltung.

Weinfest RadebeulWer die heitere Kunst zu ernst nahm und sich absolut nicht amüsieren wollte oder konnte (was schwer vorstellbar ist angesichts der exzellenten Künstler), war beim Bummel über den Dorfanger vielleicht besser aufgehoben. 30 Winzer und Weinbaugemeinschaften aus den Anbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut boten in zwei Weindörfern frischen Federweißen und erlesene Weine aus ihren jeweiligen Regionen. Über 30 Höfe und Gaststätten entlang des Dorfangers waren für die Festbesucher geöffnet.

Man darf schon jetzt gespannt sein, was die Organisatoren für 2017 geplant haben. Aber eines dürfte schon jetzt sicher sein: More doofer geht immer!

Impressionen vom 16. Militär- und Nutzfahrzeugtreffen in Cottbus

Jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende findet auf dem Gelände des Flugplatzmuseum Cottbus das Militär- und Nutzfahrzeugtreffen statt. Auch das 16. Treffen am 09. und 10. Juli 2016 bot wieder allerhand.

Neben der Möglichkeit, die ständige Ausstellung des Museums mit den ausgestellten Flugzeugen, Hubschraubern und der Flugtechnik zu besichtigen, locken vor allem historische Militärtechnik, Oldtimer und viele Mitmach-Angebote die Besucher.

Militärfahrzeuge des 2. Weltkrieges, der Sowjetarmee, der NVA sowie der Alliierten Großmächte vermitteln dem interessierten Betrachter ein Stück Zeitgeschichte. Hinzu kommen historische Nutzfahrzeuge (vorwiegend aus Produktion des ehemaligen Ostblocks) , Traktoren  und Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Krankentransport.

Wer sich traut, kann in einem Panzer oder Jeep Platz nehmen und sich durch das angrenzende Wäldchen chauffieren lassen. Ebenfalls im Wald zu finden sind nachgestaltete Feldlager aus dem 2. Weltkrieg, dem Vietnam-Krieg sowie der russischen Armee. Männer und Frauen in historischen Kostümen stellen den Alltag in solch einem Feldlager nach.

Aber nicht nur Besitzer von LKW präsentieren ihre Fahrzeuge, sondern auch Sammler von PKW und Motorrädern. Händler bieten Uniformen, Fahrzeug-Ersatzteile, Literatur und vieles mehr an. Die geöffneten Cockpits der auf dem Museumsgelände ausgestellten Militärflugzeuge und -Hubschrauber wecken das Interesse besonders der jüngsten Besucher.

Im Museumsgebäude wird die Geschichte der militärischen und zivilen Luftfahrt der Lausitz präsentiert. So gibt es anhand von Modellen, Originalteilen und Schautafeln Informationen zu ehemaligen Flugplätzen in der Region. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist der legendären MiG-21 gewidmet.

Nachfolgend ein paar wenige Impressionen vom diesjährigen Treffen.

Lebende Legenden hautnah bei den 25. Karl-May-Festtagen in Radebeul

Titel Karl-May-Festtage 2016 kleinJedes Jahr am Wochenende nach Christi Himmelfahrt erwacht das kleine Westernstädtchen „Little Tombstone“ zu neuem Leben: im Saloon wird musiziert und getanzt, der Barbier freut sich über Kundschaft, Damen und Herren in edlen Kostümen flanieren durch das Städtchen, die Locci-Gang macht die Stadt unsicher und der Sheriff sorgt für Recht und Ordnung. Aber „Little Tombstone“ liegt nicht irgendwo auf dem amerikanischen Kontinent, sondern im romantischen Lößnitzgrund im sächsischen Radebeul.Karl-May-Festtage

Hier finden zu Ehren des berühmtesten Einwohners Radebeuls die jährlichen Karl-May-Festtage statt. Die Idee entstand 1992 nach einem Sternenritt der Karl-May-Bühnen zu Ehren Karl Mays 150. Geburtstag. 2016 fand das Fest zum 25. Mal statt und lockte wieder mehr als 30.000 Besucher auf die lange Festmeile mit 15 Veranstaltungszentren entlang der Lößnitz. „Geschichten, Märchen & Legenden“ – so das Motto in diesem Jahr.
Die Schirmherrschaft übernahm eine lebende Legende: Gojko Mitic, DEFA-Chefindianer und jahrelanger Winnetou-Darsteller bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg. In „Little Tombstone“ nahm er sich am Sonnabend Zeit für eine Autogrammstunde und sorgte dafür, daß der Andrang seiner Fans so groß und der vorgesehene Platz zu klein war, um alle Autogramm-und Fotowünsche zu erfüllen.

Immer wieder gern in Radebeul gesehen sind Vertreter der Oneida Indian Nation. Abgesandte der unterschiedlichsten indianischen Stämme gaben am „Hohen Stein“ Einblicke in ihre Kultur, sangen indianische Lieder und zeigten traditionelle Tänze. Auf vielfachem Wunsch wurde auch ein Kriegstanz gezeigt, obwohl die amerikanischen Indianer schon lange keine Kriege mehr führen.Karl-May-Festtage

Der Hingucker am „Hohen Stein“ war jedoch ein monumentales Felsgemälde des Künstlers Ed Bryant vom Stamm der Tsimshian Indianer. Der 18 Meter hohe „Baum des Lebens“ zeigt die drei Totemtiere Adler, Bär und Wolf, verbunden durch den Kreis des Lebens.
Das Gemälde wird noch einige Zeit zu sehen sein, ehe Wind und Wetter das Kunstwerk allmählich wegwischen.Karl-May-Festtage

Publikumsmagneten sind in jedem Jahr die Vorführungen der Landesbühnen Sachsen, die auch diesmal wieder Ausschnitte aus „Winnetou 1“ zeigten, sowie die legendären Bahnüberfälle auf den Santa-Fe-Express. Schon lange vor Beginn der angekündigten Überfälle postierten sich Jung und Alt entlang des Bahndammes an der Grundmühle, um von hier den besten Blick auf die wilde Schießerei zu erhaschen.Karl-May-Festtage Karl-May-Festtage Karl-May-Festtage Karl-May-FesttageKarl-May-Festtage Karl-May-Festtage Karl-May-Festtage

Trotz „Little Tombstone“, den Westerncamps, Fort Henry und Fort Virginia – die Karl-May-Festage sind kein reines Cowboy-und-Indianer-Spektakel. Schuld daran hat der Namensgeber des Festes. Karl May war nicht nur Old Shatterhand, der im „Wilden Westen“ seine Abenteuer erlebte, sondern auch Kara Ben Nemsi, der von seinen Erlebnissen im Orient erzählte. Auch der Balkan spielte in den Erzählungen und Geschichten Karl Mays eine große Rolle. So verwundert es auch nicht, daß während der Karl-May-Festtage Gäste aus dem Orient und vom Balkan mit Tänzen, Musik und Schattentheater Einblicke in ihre Kultur gaben.

Karl-May-FesttageLängst hat sich das Fest zu einem Austausch unterschiedlicher Kulturen entwickelt. Ausgelassen und fröhlich sangen und tanzten die Besucher des Festes mit den Künstlern am „Hohen Stein“ oder auf Karl Mays Geschichtenbasar.
Wie international das Publikum ist, konnte man den unterschiedlichen Sprachen entnehmen, die man im Vorbeigehen so hörte…Karl-May-Festtage

Zu einem guten Fest gehört auch gute Musik. Den Auftakt machten am Freitagabend „The Firebirds“ bei der „13. Freiberger Rock ’n‘ Roll & Country Nacht“. Der kanadisch-indianische Musiker George Leach trat mit seiner Partnerin Rose Johnnie-Mills am Samstag und Sonntag mehrmals am „Hohen Stein“ auf. Auf der großen Bühne in „Little Tombstone“ gab es Country-Musik von „Slow Horses“ aus Niedersachsen zu hören. Den Abschluß des Festes machte eine weitere Legende: Tom Astor, der schon mit Johnny Cash und Kris Kristofferson auf der Bühne stand, brachte seine Hits zu Gehör – allerdings mit einstündiger Verspätung, da der Künstler bei der Anreise im Stau stecken blieb.

Auch dem großem Manitu scheinen die jährlichen Karl-May-Festtage zu gefallen. Er leistete mit wunderschönem Frühlingswetter und besten äußeren Bedingungen auch diesmal wieder seinen Beitrag zu einem Fest der Völkerverständigung – ganz im Sinne von Karl May und seinem Wunsch nach Frieden und einer von Freundschaft und Nächstenliebe geprägten Welt.Karl-May-Festtage Karl-May-Festtage

Copyright für alle Fotos: Thori, 2016
außer Titelbild: (C) Amt für Kultur und Tourismus Radebeul

Der „Wilde Westen“ fängt in Radebeul an

Karl-May-Festtage_2015Finstere Gestalten, stolze Indianer, tapfere Männer und schöne Frauen – das sind die Zutaten bei den Karl-May-Festtagen in Radebeul, die in jedem Jahr am Wochenende nach Himmelfahrt stattfinden und zahlreiche Gäste aus Nah und Fern anlocken. Nach Veranstalterangaben besuchten mehr als 30.000 Besucher das weitläufige Festgelände im Radebeuler Lößnitzgrund..

Das Motto der diesjährigen Festtage könnte angesichts der vielen Krisenherde auf unserem Planeten nicht treffender sein: „Und Friede auf Erden“. Karl May beschrieb in diesem Spätwerk seines künstlerischen Schaffens den Wunsch nach Frieden und einer von Freundschaft und Nächstenliebe geprägten Welt.

Friedlich feierten auch die Besucher und erlebten in verschiedenen Westerncamps und Forts Geschichte und Traditionen zum Anfassen.

Karl-May-Fest 2015 - 10

Am Hohen Stein war für die kleinsten Besucher ein Indianerspielplatz zum Toben aufgebaut. Auf der Bühne präsentierten Vertreter der Oneida Indian Nation Tänze und Spiele ihres Stammes. Musikalisch begleitet wurden die Darbietungen von der kanadischen Band „Digging Roots“, die mit ihrem Mix aus Folk, Rock, Pop und traditioneller Musik ihrer Stämme für ungewöhnliche Klänge sorgte.

Karl-May-Festtage 2015

Karl-May-Festtage 2015

Vertreter der Oneida Indian Nation

Karl-May-Festtage 2015

Digging Roots (CAN) musizierten am Hohen Stein

Karl-May-Fest 2015 - 09

Beliebtester Treffpunkt für Jung und Alt war die Westernstadt Little Tombstone. Auf der großen Bühne und im Saloon gab es Country Music live zu erleben, u.a. von Cajun Roosters (INT), der Rick Harris Band (USA) oder dem Corn Potato String Duo (USA).

Karl-May-Festtage 2015

Rick Harris Band (USA)

Die Landesbühnen Sachsen zeigten in einer kleinen Show, was im Sommer auf der Freilichtbühne Rathen zu erleben ist. Das Greenhorn Old Shatterhand (Jürgen Haase) legte unter den listigen Augen von Sam Hawkens (Grian Duesberg) seine Tauglichkeitsprüfung für den Wilden Westen ab.

Karl-May-Festtage 2015Karl-May-Festtage 2015Karl-May-Festtage 2015

Frauen und Männer in historischen Kostümen flanierten durch die Westernstadt und die anschließenden Festbereiche. Im „Fort Henry“ wurde ein Überfall auf die Bank dargestellt. Das „Fort Virginia“ zeigte das Lagerleben in einem Südstaatencamp.

Karl-May-Fest 2015 - 08Traditionelle Höhepunkte sind die Überfälle auf den Santa-Fe-Express. Schon lange vor Beginn der angekündigten Show versammelten sich viele Besucher entlang des Bahndammes im Lößnitzgrund, um den besten Blick auf das Geschehen zu ergattern.

Mehr als 500 Mitwirkende, darunter Schützen- und Kulturvereine sowie über 100 Händler entlang der Festmeile trugen zum Gelingen des Festes bei. Sogar der große Manitu war den Veranstaltern wohlgesonnen und sorgte für sonniges Wetter.

(C) für alle Fotos: Thori, 2015
außer Titelbild: (C) Amt für Kultur und Tourismus Radebeul

Volksfest-Stimmung beim Tag der offenen Tür der Bundeswehr

Zum „Tag der offenen Tür“ lud die Bundeswehr am 14. Juni 2014 auf den Truppenübungsplatz Oberlausitz ein.

Viele Interessierte wollten die Gelegenheit nutzen und sich mit dem Aufgabenspektrum der Bundeswehr vor Ort bekannt machen. Bereits am frühen Vormittag bildeten sich lange Auto-Kolonnen an der Zufahrtsstraße zum Festgelände. Anhand der Kennzeichen war zu erkennen, daß die Besucher nicht nur aus der näheren Umgebung kamen, sondern auch aus Cottbus, Dresden oder Berlin. Schnell waren alle gut vorbereitete Parkflächen belegt. Im Gegensatz zu manch anderem Veranstalter klappte die Organisation und Einweisung reibungslos! IMG_2597

An über 30 Stationen entlang der Schießbahnen 8/9 konnten sich die Besucher informieren oder selbst ausprobieren. Neben der Bundeswehr mit verschiedenen Infoständen präsentierten sich u.a. auch die Bundespolizei, das LKA Sachsen, die sächsische Landespolizei, das THW, der Zoll und die Landesfeuerwehrschule Brandenburg. IMG_2506Eine große Technikschau, diverse statische und dynamische Vorführungen an Land und in der Luft sowie die kulturelle Umrahmung durch das „Orchester Lausitzer Braunkohle“ oder dem Karnevalverein Daubitz sorgten für regen Zuspruch. Bereitwillig gaben die Standbetreuer Auskunft und beantworteten die neugierigen Fragen der Besucher. Wer wollte, konnte sich das Gelände bei einer Bus-Tour über den Truppenübungsplatz genauer anschauen.IMG_2496IMG_2616Spektakuläre Programmpunkte waren die Starts und Landungen der Bundeswehr- und Bundespolizei-Hubschrauber in unmittelbarer Nähe zum Festgelände, welche für reichlich Gesprächsstoff bei Groß und Klein sorgten.

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(c) für alle Fotos: Thori, 2014

Vor allem Familien waren auf dem weitläufigen Gelände unterwegs. Für die kleinsten Besucher gab es eine Hüpfburg und diverse Mit-Mach-Angebote wie Bastelstraßen oder Kinderschminken. Selbst kurze heftige Regenschauer taten der guten Stimmung keinen Abbruch.

Bereits 2011 gab es einen ersten „Tag der offenen Tür“ auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz mit damals über 5000 Besuchern. Bei der zweiten Auflage dürften die Organisatoren um Standort-Kommandant Lutz Pauketat und Projektoffizier Gunder Kubissa wesentlich mehr Zuschauer gezählt haben, die auf dem Areal für eine regelrechte Volksfest-Stimmung sorgten.

Drei Tage Wildwest-Romantik in Radebeul

Titel Karl-May-FesttageFreunde von Wildwest- und Indianer-Romantik kamen bei den mittlerweile 23. Karl-May-Festtagen in Radebeul voll auf ihre Kosten. Auf der Festmeile im Lössnitzgrund tauchten an den drei Veranstaltungstagen mehr als 30.000 Besucher in das Amerika des 19. Jahrhunderts ein und genossen ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm in den verschiedene Festbereichen.

Indianer der Oneida Indian Nation (USA), des Sault St. Marie Tribe of Chippewa Indians (USA) und der Dene (Kanada) gaben am Hohen Stein mit traditionellen Tänzen und Gesängen Einblicke in ihre Kultur und luden die Zuschauer zum Mitmachen ein.

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Indianer der Oneida Indian Nation (USA)

Im Areal „Pachamama“ gegenüber vom Hohen Stein stellten indianische Gäste aus Chile, Bolivien, Ecuador und Peru die Besonderheiten der südamerikanischen Ureinwohner vor.

Das „Fort Henry“ spiegelte das typische Leben in einer Goldgräberstadt nach. Selbstverständlich wurden hier auch Hollywood-Klischees vom „typischen“ Wilden Westen gepflegt, obwohl dieser in der Realität gar nicht so wild war wie er immer wieder beschrieben wird. Trotzdem hatten die Besucher der kleinen Show mit einem inszenierten Banküberfall und anschließender Schießerei zwischen den Sheriff und den Ganoven ihren Spaß.

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Mit dem Sheriff ist nicht zu spaßen!

Für Action und Gaudi sorgten in der Westernstadt Little Tombstone die Cowboys Big Eddy und Locci, die sich ständig wild prügelten und den Sheriff zum Duell herausforderten. Zur Strafe für den Ärger wurden die Kleinganoven anschließend vom Friedensrichter in den Knast gesteckt.

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Big Eddy und Locci machen Ärger

Auf der großen Bühne gaben sich nationale und internationale Countrysänger wie Gudrun Lange & Kactus (D) oder Kayleigh Leith & Band (USA) die Ehre. Auch im Saloon gab es typische Westernmusik zu erleben. Die Landesbühnen Sachsen präsentieren in einer kleinen Show ihren neuen Winnetou, der im Sommer auf der Felsenbühne Rathen zu erleben ist.

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Kayleigh Leith & Band (USA)

Für die Jüngsten gab es am Hohen Stein einen Indianerspielplatz. Wer wollte, konnte in der Golden Nugget Ranch nach Gold suchen oder auf einem Esel die Umgebung erforschen. Bogenschießen, Kinderschminken und weitere kindgerechte Angebote ließen die Herzen der kleinen Cowboys und Indianermädchen höher schlagen.

Viele Besucher ließen es sich nicht nehmen und wurden am Bahndamm an der Grundmühle Zeuge, wie ein paar todesmutige Outlaws den Santa-Fè-Express überfielen. Nach einer wilden Schießerei konnte der Angriff schließlich von Soldaten abgewehrt und die Schurken ihrer gerechten Strafe zugeführt werden.

Mehr als 500 Mitwirkende, davon viele aus Western-, Reit- oder Schützenvereinen, Kulturgruppen sowie die Händler auf der langen Festmeile trugen zum Gelingen dieser Festtage bei. In ihren historischen Kostümen mischten sich viele Darsteller unters Volk und waren begehrte Fotomotive bei den Besuchern.
Glücklicherweise war auch der große Manitu den Veranstaltern wohlgesonnen und bescherte ihnen ein trockenes und vorallem sonniges Wetter.

Die Radebeuler Karl-May-Festtage finden jährlich am Wochenende nach Himmelfahrt statt.

(C) für alle Fotos: Thori, 2014
außer Titelbild: (C) Amt für Kultur und Tourismus Radebeul