Holländerwindmühle Straupitz/Spreewald

2010-04-05 Holländer-Windmühle Straupitz 003In Straupitz lohnt sich für den Spreewald-Besucher ein Abstecher zur Holländerwindmühle. Es ist die letzte noch produzierende Dreifachwindmühle Europas. Unter dem Dach des imposanten und mehr als 350 Jahre alten Bauwerkes sind eine Mahl-, Öl- und eine Sägemühle vereint.

Alle drei Mühlen sind noch voll funktionsfähig, auch wenn die Sägemühle wegen ihrer Unwirtschaftlichkeit nur noch selten in Betrieb genommen wird.

Umso interessanter ist die Besichtigung der Ölmühle. Sie ist eine der letzten ihrer Art in Deutschland. Täglich wird hier wie vor 100 Jahren Leinöl gepresst. Eine Kostprobe gibt es beim Ölmüller. Und was sofort auffällt: Das hier hergestellte Leinöl schmeckt anders als das industriell hergestellte Leinöl aus dem Supermarkt. Allein diese Erfahrung ist einen Besuch wert!

Wissen um die “Wunderwirkung” des Leinöls, das vor allem in der Lausitzer Küche sehr beliebt ist, gibt es gratis vom Ölmüller dazu.
Im Müllerhaus nebenan kann man übrigens frisches Leinöl für den Heimbedarf kaufen.

2010-04-05 Holländer-Windmühle Straupitz 004

Blick in die Sägemühle

Bewertung:
Erreichbarkeit und Ausschilderung: gute Ausschilderung im Ortszentrum
Eintrittspreise: 3,50 € (Besichtigung Mühle, Gratis-Leinölprobe)
Parkplätze: vorhanden, dürften aber zu Spitzenzeiten schnell voll sein
Versorgung: Cafe im Müllerhaus (40 Plätze), weitere Plätze auf dem Mühlenhof

2011-06-04 Hähnchen, Straupitz, Klinge 018

Die Straupitzer Holländerwindmühle
(c) für alle Fotos: Thori, 2010

www.windmuehle-straupitz.de

Aussichtsturm “Buck’sche Schweiz” in Hohenbocka

IMG_9230erbaut 1998
Höhe: 25,42 m
Stufen: 120

Der Aussichtsturm steht auf dem Prossenberg. Am Fuße des Berges befindet sich der ehemalige “Heinrichsschacht”, in dem Quarzsand abgebaut wurde.
Bei schönem Wetter sind das Lausitzer Bergland sowie das größte Windrad der Welt am Lausitzring zu sehen. Bei gutem Wind hört man die Motorengeräusche vom Lausitzring.

 

 

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Umgeben ist der Prossenberg von viel Wald und kleinen Teichen.

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Blick zum Windpark Klettwitz
(c) Thori, 2012

Volksfest-Stimmung beim Tag der offenen Tür der Bundeswehr

Zum „Tag der offenen Tür“ lud die Bundeswehr am 14. Juni 2014 auf den Truppenübungsplatz Oberlausitz ein.

Viele Interessierte wollten die Gelegenheit nutzen und sich mit dem Aufgabenspektrum der Bundeswehr vor Ort bekannt machen. Bereits am frühen Vormittag bildeten sich lange Auto-Kolonnen an der Zufahrtsstraße zum Festgelände. Anhand der Kennzeichen war zu erkennen, daß die Besucher nicht nur aus der näheren Umgebung kamen, sondern auch aus Cottbus, Dresden oder Berlin. Schnell waren alle gut vorbereitete Parkflächen belegt. Im Gegensatz zu manch anderem Veranstalter klappte die Organisation und Einweisung reibungslos! IMG_2597

An über 30 Stationen entlang der Schießbahnen 8/9 konnten sich die Besucher informieren oder selbst ausprobieren. Neben der Bundeswehr mit verschiedenen Infoständen präsentierten sich u.a. auch die Bundespolizei, das LKA Sachsen, die sächsische Landespolizei, das THW, der Zoll und die Landesfeuerwehrschule Brandenburg. IMG_2506Eine große Technikschau, diverse statische und dynamische Vorführungen an Land und in der Luft sowie die kulturelle Umrahmung durch das „Orchester Lausitzer Braunkohle“ oder dem Karnevalverein Daubitz sorgten für regen Zuspruch. Bereitwillig gaben die Standbetreuer Auskunft und beantworteten die neugierigen Fragen der Besucher. Wer wollte, konnte sich das Gelände bei einer Bus-Tour über den Truppenübungsplatz genauer anschauen.IMG_2496IMG_2616Spektakuläre Programmpunkte waren die Starts und Landungen der Bundeswehr- und Bundespolizei-Hubschrauber in unmittelbarer Nähe zum Festgelände, welche für reichlich Gesprächsstoff bei Groß und Klein sorgten.

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(c) für alle Fotos: Thori, 2014

Vor allem Familien waren auf dem weitläufigen Gelände unterwegs. Für die kleinsten Besucher gab es eine Hüpfburg und diverse Mit-Mach-Angebote wie Bastelstraßen oder Kinderschminken. Selbst kurze heftige Regenschauer taten der guten Stimmung keinen Abbruch.

Bereits 2011 gab es einen ersten „Tag der offenen Tür“ auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz mit damals über 5000 Besuchern. Bei der zweiten Auflage dürften die Organisatoren um Standort-Kommandant Lutz Pauketat und Projektoffizier Gunder Kubissa wesentlich mehr Zuschauer gezählt haben, die auf dem Areal für eine regelrechte Volksfest-Stimmung sorgten.

„Spremberger Turm“ in Cottbus

IMG_7774Höhe bis Oberkante Fahnenmast: 31 m
Sockel-Durchmesser: 8,99 m
Turmkörper-Durchmesser: 7,67 m
Wanddicke: 1,61 m
Stufen: 131

Der “Spremberger Turm” in seiner jetzigen Form wurde 1825 eingeweiht. Als Verteidigungsanlange der Stadt Cottbus und Teil der Stadtmauer bildete Der “Spremberger Turm” jahrhundertelang zusammen mit einer der Mauer vorgelagerten Bastion und einem Torhaus die Einheit des Spremberger Tores.

Nach einer umfassenden Sanierung ist der Spremberger Turm seit 2007 als Aussichtsturm zugänglich.

Blick zur Oberkirche

Blick zur Oberkirche

Der “Spremberger Turm” von der Burgstraße aus betrachtet

Der “Spremberger Turm” von der Burgstraße aus betrachtet

Blick in die “Sprem” (Spremberger Straße)

Blick in die “Sprem” (Spremberger Straße)

Blick über die Karl-Liebknecht-Straße

Blick über die Karl-Liebknecht-Straße

Blick über den Brandenburger Platz

Blick über den Brandenburger Platz
– (c) Thori 2012

Turm am Schweren Berg

Aussichtsturm Schwerer Berg 01Eröffnung: April 2008
Höhe: 30m
Stufen: 162
Material: Beton

Der Aussichtsturm gehört zum Kommunikations- und Naturschutzzentrum Weisswasser und liegt direkt am Tagebau Nochten.
Auf vier Plattformen bietet sich der Blick in den aktiven Tagebau oder auf die Stadt Weisswasser.

Aussichtsturm Schwerer Berg 04

Blick nach Weisswasser

Aussichtsturm Schwerer Berg 03 Aussichtsturm Schwerer Berg 02Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe:
UNESCO-Weltkulturerbe Muskauer Park
Findlingspark Nochten
Bärwalder See mit Kunstprojekt “Bärwalder Ohr”
Rhododendron-Park Kromlau

Der “rostige Nagel” im Lausitzer Seenland

2009-04-12 Lausitzer SeenlandLandmarke Lausitzer Seenland am Sornoer Kanal “Rostiger Nagel”

errichtet 2008 und am 23.10.2008 nach 70tägiger Bauzeit freigegeben
Höhe: 30 m
Stufen: 162
Material: 111 t Cortenstahl

Direkt am Sornoer Kanal, der den Geierswalder See mit dem Seedlitzer See verbindet, entstand diese weithin sichtbare Landmarke im Lausitzer Seenland. Der im Volksmund “rostiger Nagel” genannte Name leitet sich aus der materialbedingten Farbgebung des Turmes ab.

Direkt am Fuße des Turmes befindet sich ein Doppelschütz-Wehr, über das ein Radwanderweg führt.

Direkt am Fuße des Turmes befindet sich ein Doppelschütz-Wehr, über das ein Radwanderweg führt.

Der Sornoer Kanal schlängelt sich durch Landschaft und verbindet den Geierswalder See mit dem Seedlitzer See.

Der Sornoer Kanal schlängelt sich durch Landschaft und verbindet den Geierswalder See mit dem Seedlitzer See.

Blick zum Seedlitzer See

Blick zum Seedlitzer See

Blick zum Geierswalder See, am Horizont ist auch der Partwitzer See zu erkennen © für alle Fotos: Thori, 2009

Blick zum Geierswalder See, am Horizont ist auch der Partwitzer See zu erkennen
© für alle Fotos: Thori, 2009

ErlebnisPark Teichland

errichtet 2009 und am 17. Juli 2010 eingeweihtAussichtsturm01
Höhe: 57 m
Stufen: 272

Auf der Bärenbrücker Höhe, einer rekultivierten Abraumkippe der Tagebaue Jänschwalde und Cottbus-Nord, entstand in den vergangenen Jahren der ErlebnisPark Teichland mit vielen Attraktionen, z.B. einer Sommerrodelbahn, einem Labyrinth, dem Götterhain oder einem Kletterfelsen. Markante Landmarke ist der weithin sichtbare Aussichtsturm, der bei Dunkelheit in verschiedenen Farben erstrahlt.

Am Fuße des Turmes lockt der ErlebnisPark Teichland viele Besucher

Am Fuße des Turmes lockt der ErlebnisPark Teichland viele Besucher

Die “Giraffe” dient als Kletterfelsen

Die “Giraffe” dient als Kletterfelsen

Blick auf den Götterhain © für alle Fotos: THD, 2010

Blick auf den Götterhain

© für alle Fotos: Thori, 2010

Aussichtsturm am Felixsee

Felixsee 01Grundsteinlegung am 29. März 2004
Eröffnung: 16. Oktober 2004
Höhe: 36 m
3 Aussichtsplattformen bei 4,50 m / 7,50 m / 30 m
Stufen: 160
Material: Holz-Stahl-Konstruktion

Direkt am romantisch gelegenen Felixsee, umgeben von viel Wald, steht dieser Aussichtsturm. Nicht weit entfernt befindet sich der Ort Bohsdorf, bekannt geworden in Erwin Strittmatters Roman “Der Laden”.

Bei schönem Wetter sind die Städte Cottbus, Forst sowie die Kraftwerke Schwarze Pumpe, Boxberg und Jänschwalde erkennbar.

Der Felixsee lädt mit seinem klaren Wasser zum Baden ein.

Der Felixsee lädt mit seinem klaren Wasser zum Baden ein.

Der Felixsee lädt mit seinem klaren Wasser zum Baden ein.

Der Felixsee lädt mit seinem klaren Wasser zum Baden ein.

Umgeben ist der Felixsee von viel Wald.

Umgeben ist der Felixsee von viel Wald.

Am Fuße des Turmes laden Bänke zum Ausruhen ein.

Am Fuße des Turmes laden Bänke zum Ausruhen ein.

Aussichtsturm in Merzdorf

2009-08-04 Aussichtsturm Cottbuser Ostsee 19Seezeichen am zukünftigen Cottbuser Ostsee

errichtet 2006 anläßlich der 850-Jahr-Feier der Stadt Cottbus
Höhe: 34 m
Stufen: 173
Material: Stahlbeton

Mit einer Wasserfläche von 1.900 ha entsteht vor den Toren der Stadt Cottbus aus dem rekultivierten Tagebau Cottbus-Nord der größte See in der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft. Er wird gleichzeitig der größte künstliche See Brandenburgs werden.

Blick nach Cottbus mit dem Heizkraftwerk

Blick nach Cottbus mit dem Heizkraftwerk

Blick über Merzdorf nach Cottbus

Blick über Merzdorf nach Cottbus

Blick nach Norden

Blick nach Norden

Blick nach Süden

Blick nach Süden

Blick zum Windpark am Kraftwerk Jänschwalde

Blick zum Windpark am Kraftwerk Jänschwalde

Schatzsucher entdecken Forst

Rosengarten, Stadtkirche, Rennbahn – für auswärtige Besucher der Stadt Forst sind das meist die gefragtesten Anlaufpunkte bei einer Stadtbesichtigung. Die Berlinerin Maxi Neumann interessierte sich in Forst eher für „Entengrütze“, „Erlkönig“ oder „Cinderella“. Sie betreibt Geo-Caching und entdeckte die Stadt von einer ganz anderen Seite. Die RUNDSCHAU durfte Maxi bei ihrer Tour begleiten, entdeckte dabei das Geheimnis ehemaliger Rosenköniginnen und erfuhr, wie schnell in Forst aus 80 Meter 8 Kilometer werden können.

Geo-Caching ist eine moderne Form der Schnitzeljagd. Jemand versteckt irgendwo Etwas, veröffentlicht die Koordinaten des Verstecks (Cache) im Internet und hofft, daß andere Cacher dieses Versteck anhand der Koordinaten wiederfinden. Alles, was man dazu benötigt, ist ein GPS-Gerät, etwas Kleinwerkzeug wie Spiegel oder Pinzette, ein gutes Auge und eine gehörige Portion Mut und Abgebrühtheit. Denn die Verstecke können überall sein: in Mauervorsprüngen, Baumhöhlen, unter Parkbänken oder in den Rohren von Metall-Treppengeländern. Die meisten Verstecke beinhalten eine kleine Film- oder Seifendose. Darin befindet sich ein Logbuch, in das sich der Finder eintragen kann. Manchmal findet man auch Anstecker, Ü-Eier-Figuren oder Sammelbildchen mit in der Dose, die gerne auch ausgetauscht werden dürfen.

Mit Maxi unterwegs, 27.10.2013

Manchmal muß man ganz schön suchen…

Maxi Neumann lebt und arbeitet in Berlin. Vor gut zwei Jahren wurde sie von einer Freundin mit dem Geo-Caching-“Virus“ infiziert. Überall, wo sie hinkommt, geht Maxi auf Schatzsuche. Selbst in Toronto, New York und San Francisco hat sie Verstecke aufgespürt. Familiäre Bande führten sie nun nach Forst. Mit wetterfester Kleidung und einem Fahrrad geht es auf Schatzsuche. Im Internet hatte sie vorab die Koordinaten und Namen der Forster Verstecke recherchiert. So gibt es z.B. eine „Forster Brückentour“. An jeder Mühlgrabenbrücke ist irgendwo ein „Schatz“, welcher zu finden gilt. Je nach Schwierigkeitsgrad dauert die Suche nur ein bis zwei Minuten oder auch schon mal 20 Minuten. „Das Wichtigste ist, daß man sich unauffällig verhält. Natürlich schauen Passanten schon mal skeptisch, wenn man an unscheinbaren Plätzen eine Mauer abtastet oder unter Bänke schaut.“, verrät Maxi. Unbeteiligte sollen so wenig wie möglich auf mögliche Verstecke aufmerksam gemacht werden. „Wer eine Dose findet und nicht weiß, daß diese Teil eines Spiels ist, schmeißt die Dose womöglich weg. Der nächste Cacher sucht dann vergebens!“

Wir haben Glück, an diesem Sonntagmorgen sind nur wenige Forster unterwegs. Weniger Glück haben wir an einem „Lost Place“ an der Neiße. „Lost Places“ sind mysteriöse Orte, meist verfallenene Gebäude, Ruinen oder wie in Forst die gesprengten Brücken über die Neiße. „80m geradeaus bis zum Ziel“ zeigt Maxis GPS-Gerät am Fuße der „Langen Brücke“ an. Das Ziel liegt jedoch auf der polnischen Seite. Für moderne Schatzsucher kein Grund zum Aufgeben. Allerdings werden aus den nahen 80 Metern in Forst schnell 8 km, denn der nächste Grenzübergang liegt einige Kilometer entfernt.

Auf dem Weg dahin wollen wir noch schnell einen sogenannten Mystery-Cache lösen. „Mystery-Caches sind richtige kleine Herausforderungen. Man muß verschiedene Rätsel lösen und die Lösung führt vielleicht zum richtigen Ziel!“ erklärt Maxi. Auf ihrer Liste steht solch ein Mystery-Cache namens „Cinderella“.

Wie bei einer mathematischen Formel sind dort Namen, Plus- und Minuszeichen angeordnet: (Nancy+Cathleen)(Anke-Svea)(Sandra-Jana), (Katja-Christina)(Mandy-Antje)(Martina-Ilka)

„Diese Aufzählung sagt mir überhaupt nichts! Den einzigen Hinweis, den ich habe, ist der, daß echte Forster die Lösung wissen müssten.“, beteuert Maxi. Doch was hat Forst zu bieten, wo Mädchennamen eine wichtige Rolle spielen? Da kommen eigentlich nur die Rosenköniginnen in Frage. Maxi ist von diesem Hinweis begeistert. Ihre Erfahrung sagt, daß nun jedem Namen eine Zahl zugeordnet werden muß. Ein Blick auf die Internetseite der Stadt Forst verrät uns, welche Rosenkönigin welche Regentschaft hatte. Der Rest ist für geübte Geo-Cacher ein Kinderspiel. Schnell sind die Namen und Zahlen zugeordnet, die Rechenaufgaben gelöst. Am Ende werden aus den Namen Koordinaten, die uns an den nördlichen Forster Stadtrand führen. Das dazugehörige Versteck namens „Cinderella“ ist leicht zu erahnen.

Überhaupt sind viele Verstecke in Forst schnell gefunden. Mit der Zeit bekommt man ein Auge dafür, wo man nachschauen sollte. Aber es gibt auch sehr aufwendig gemachte Caches. Da werden lose Mauersteine ausgehöhlt, um eine Filmdose aufzunehmen. Am Mühlgraben in Wehrinselnähe muß man erst Wasser schöpfen, um an den Schatz zu kommen. „Entengrütze“ ist sogar zweigeteilt. Dessen Koordinaten führen in die Jamnoer Berge. Öffnet man die gefundene Dose, findet man einen Zettel vor, auf dem geschrieben steht, wo man weiter suchen muß.

Mit Maxi unterwegs, 27.10.2013

Manchmal muß man sich ganz schön strecken…

Verteilt sind die Verstecke über das gesamte Stadtgebiet. In den Keuneschen Alpen gibt es ein Versteck, in Neu-Horno sogar drei. An der Stadtkirche muß man besonders aufpassen, denn dort fühlt man sich an einem Sonntagvormittag bei der Suche wie auf einem Präsentierteller.

Für Geo-Cacher ist Forst noch nahezu unberührtes Gebiet. Wie die Einträge in den Logbüchern zeigen, wird etwa alle 2-3 Wochen ein Versteck aufgesucht und gefunden. In Berlin kann es dagegen schon mal vorkommen, daß zwei oder drei Schatzsucher gleichzeitig ein Ziel aufsuchen und sich dann gegenseitig behindern.

Maxi Neumann ist begeistert von den vielen Zielorten, die sie hier vorfindet. Nebenbei lernt sie Forst und Umgebung von einer anderen Seite, abseits der Hauptstraßen, kennen. Der „Lost Place“ auf polnischer Seite wird für Maxi der Höhepunkt der mehrstündigen Stadtrundfahrt. Das Logbuch befindet sich in einer trinkflaschengroßen Dose, zusätzlich gefüllt mit allerlei Souvenirs. Maxi tauscht einen chinesischen „Travelbug“ (Travelbugs sind kleine Anhänger und sollen mit Hilfe der Finder von Cache zu Cache reisen) aus der Dose gegen eine Medaille, die sie bei einer Schatzsuche im letzten USA-Urlaub entdeckte. „Die Medaille wurde in Brandenburg auf die Reise geschickt. Über den Umweg Amerika ist sie nun in Polen angekommen. In zwei Jahren ist sie vielleicht in Australien.“, freut sich Maxi. Das zeigt, daß Geo-Caching ein weltweites Hobby geworden ist. Da wird selbst ein kleines Städtchen wie Forst zum Anlaufpunkt für Schatzsucher aus Nah und Fern.

Mit Maxi unterwegs, 27.10.2013

Maxi auf Schatzsuche
(C) für alle Fotos: Thori, 2013

Unsere Bilanz nach zwei Tagen Schatzsuche in und um Forst liest sich gut. Von 30 angefahrenen Zielpunkten konnten 25 Verstecke gefunden werden. Für Maxi Neumann sind die fünf fehlenden Verstecke ein Grund, noch einmal nach Forst zu kommen. Schließlich hat jeder Geo-Cacher den Ehrgeiz, soviele Schätze wie möglich zu finden – und sei es im zweiten oder dritten Anlauf.

Artikel veröffentlicht

07.11.2013 LR-Logo