Der „Wilde Westen“ fängt in Radebeul an

Karl-May-Festtage_2015Finstere Gestalten, stolze Indianer, tapfere Männer und schöne Frauen – das sind die Zutaten bei den Karl-May-Festtagen in Radebeul, die in jedem Jahr am Wochenende nach Himmelfahrt stattfinden und zahlreiche Gäste aus Nah und Fern anlocken. Nach Veranstalterangaben besuchten mehr als 30.000 Besucher das weitläufige Festgelände im Radebeuler Lößnitzgrund..

Das Motto der diesjährigen Festtage könnte angesichts der vielen Krisenherde auf unserem Planeten nicht treffender sein: „Und Friede auf Erden“. Karl May beschrieb in diesem Spätwerk seines künstlerischen Schaffens den Wunsch nach Frieden und einer von Freundschaft und Nächstenliebe geprägten Welt.

Friedlich feierten auch die Besucher und erlebten in verschiedenen Westerncamps und Forts Geschichte und Traditionen zum Anfassen.

Karl-May-Fest 2015 - 10

Am Hohen Stein war für die kleinsten Besucher ein Indianerspielplatz zum Toben aufgebaut. Auf der Bühne präsentierten Vertreter der Oneida Indian Nation Tänze und Spiele ihres Stammes. Musikalisch begleitet wurden die Darbietungen von der kanadischen Band „Digging Roots“, die mit ihrem Mix aus Folk, Rock, Pop und traditioneller Musik ihrer Stämme für ungewöhnliche Klänge sorgte.

Karl-May-Festtage 2015

Karl-May-Festtage 2015

Vertreter der Oneida Indian Nation

Karl-May-Festtage 2015

Digging Roots (CAN) musizierten am Hohen Stein

Karl-May-Fest 2015 - 09

Beliebtester Treffpunkt für Jung und Alt war die Westernstadt Little Tombstone. Auf der großen Bühne und im Saloon gab es Country Music live zu erleben, u.a. von Cajun Roosters (INT), der Rick Harris Band (USA) oder dem Corn Potato String Duo (USA).

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Rick Harris Band (USA)

Die Landesbühnen Sachsen zeigten in einer kleinen Show, was im Sommer auf der Freilichtbühne Rathen zu erleben ist. Das Greenhorn Old Shatterhand (Jürgen Haase) legte unter den listigen Augen von Sam Hawkens (Grian Duesberg) seine Tauglichkeitsprüfung für den Wilden Westen ab.

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Frauen und Männer in historischen Kostümen flanierten durch die Westernstadt und die anschließenden Festbereiche. Im „Fort Henry“ wurde ein Überfall auf die Bank dargestellt. Das „Fort Virginia“ zeigte das Lagerleben in einem Südstaatencamp.

Karl-May-Fest 2015 - 08Traditionelle Höhepunkte sind die Überfälle auf den Santa-Fe-Express. Schon lange vor Beginn der angekündigten Show versammelten sich viele Besucher entlang des Bahndammes im Lößnitzgrund, um den besten Blick auf das Geschehen zu ergattern.

Mehr als 500 Mitwirkende, darunter Schützen- und Kulturvereine sowie über 100 Händler entlang der Festmeile trugen zum Gelingen des Festes bei. Sogar der große Manitu war den Veranstaltern wohlgesonnen und sorgte für sonniges Wetter.

(C) für alle Fotos: Thori, 2015
außer Titelbild: (C) Amt für Kultur und Tourismus Radebeul